GedankenBilder Edith Tries

Agnes:
Oh, wie schön ist denn Lorsch.Wir waren mal k
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Agnes:
Im Schwarzwald waren wir zwar schon aber ich
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Agnes:
Das ist in der Tat ein Problem. Ich habe auch
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Maria:
Breisach kenne ich nicht. Die Gegend soll seh
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Agnes:
Wunderschön sind die Pfingstrosen.Wenn wir ei
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Anette:
Lorsch ist ein wunderschönes Städtchen, wir f
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Maria:
An Maikäfer kann ich mich auch noch erinnern.
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Agnes:
Wir waren im letzten Jahr im Keukenhof, eine
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Agnes:
Edith, welch ein schönes Exemplar.Danke für d
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Agnes:
Im ersten Moment dachte ich Du wärst im Keuke
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In die Zukunft blicken?



Mein Gedachtes und Geschriebenes im vorigen Beitrag hat sie unter anderem mit folgenden Worten kommentiert:


> 13 Jahre ist es jetzt her, daß wir uns kennen. Ob es damals besser gewesen wäre, wenn wir gewußt hätten, daß wir das schaffen? <


Diese Frage von Zitante Christa hat mich tatsächlich ans Grübeln gebracht, denn die Frage bezieht sich nicht darauf, ob wir mit einer so lang anhaltenden Freundschaft gerechnet haben.
 
Nein, sie bezieht sich auf etwas ganz anderes!

Doch dazu muss ich etwas berichten, was auch in den ganz persönlichen Bereich von Christa reicht - ich habe mir also erst einmal ihre Zustimmung eingeholt lachen.gif


Hier kommt der Versuch einer Antwort aus meiner Sicht:


Wir kennen  uns also seit ziemlich genau 13 Jahren.

Unsere erste Begegnung verlief unter unerfreulichen Umständen - wir trafen uns in der Sitzecke der gynaekologischen Station eines Duisburger Krankenhauses.


Unser beider Leben wurde kurz zuvor durch die Diagnose Brustkrebs aus den Angeln gehoben.

Da wir unsere Chemo-Therapien immer zur gleichen Zeit bekamen, sahen wir uns in der Folge über mehrere Monate regelmäßig dort im Krankenhaus wieder.

Insgesamt waren wir 4 Patientinnen, die sich immer wieder zur Chemo zusammen fanden.
Wir hingen von morgens früh bis gegen Abend an unseren Infusionen, teilten unser Leid, unsere Sorgen und Zukunftsängste.

Die Auswirkungen der Chemo-Therapien waren unterschiedlich stark. Gelitten haben wir alle darunter.

Es gab am Anfang teilweise Pessimismus, teilweise fast irrationalen Optimismus, was den Verlauf der Krankheit / Genesung und die Zukunftsaussichten anging.


Im Laufe der monatelangen Therapien tauchten hin und wieder Fragen auf, die wir mal lebhaft, mal eher erschöpft besprachen:

weiter machen und auf der bestmöglich sicheren Seite sein -
oder abbrechen und abwarten, was passiert?

Lohnt es sich, diese Strapazen zu erleiden / durchzuhalten?
Werden wir diese Erkrankung überleben?


Und  genau das ist die Frage, die Christa meint:


Wäre es damals besser, leichter für uns gewesen, wenn wir gewusst hätten, dass wir es schaffen?!


Durchgehalten haben wir alle - auch wenn der Ausgang unserer Krebserkrankung im Ungewissen lag.

Wir alle haben nach langem Leidensweg festgestellt:










Doch hätte es mir geholfen zu wissen, dass ich überlebe?


Während der Chemos und auch während der langen Bestrahlungswochen, die mich sehr geschlaucht haben, fragte ich mich manchmal, ob mir das alles tatsächlich hilft oder meinen Körper zusätzlich schwächt?

Ich hatte also zwischendrin durchaus meine Zweifel, weil die Chemotherapie nicht nur die Krebszellen angreift, sondern den gesamten (gesunden) Körper.

Ich habe durchgehalten, weil ich auf der sicheren Seite sein wollte.
Hätte ich abgebrochen und es wären Metastasen aufgetaucht, hätte ich mir selber Vorwürfe gemacht - und das Rad nicht mehr zurückdrehen können.


Die Gewissheit zu haben, dass ich es schaffe, hätte mir damals das Durchhalten ganz bestimmt erleichtert.
Vermutlich (!) hätte ich die ganzen Nebenwirkungen gelassener hingenommen mit dem Wissen, dass ich mein Ziel erreiche.


Und jetzt schließen sich für mich weitere Fragen an:

auch wenn es manchmal hilfreich wäre, in die Zukunft blicken zu können - würde uns das beruhigen, zufriedenstellen, Wege ebnen, das Leben tatsächlich erleichtern?

Oder würden wir unser ganzes Handeln ändern und dadurch viele wesentliche Dinge am Wegesrand außer Acht lassen?
Würde unsere Entscheidungsfähigkeit leiden, weil wir gar nicht mehr großartig nachdenken würden?
Würden wir Dinge versäumen - Schönes wie Trauriges - weil unser Blick nur noch auf das gerichtet ist, was uns vorausgesagt wird?

Würden wir nur noch auf die Ereignisse der Zukunft starren, weil wir sie im Vorhinein wissen und erwarten?


Ich möchte nicht in die Zukunft blicken können, denn dann hätte ich das Gefühl, mein Leben und dessen Verlauf nicht mehr selber beeinflussen zu können.


Liebe Christa - du hast Dich gewundert, dass Deine einfache Frage zu einem Bericht führt.

Hier ist er und ich bin gespannt, ob es unterschiedliche Meinungen gibt zum



Blick in die Zukunft






Nachtrag vom 02.11.

Mit so vielen, ernsthaften Kommentaren habe ich - ehrlich gesagt - nicht gerechnet.
Ein einfaches: ja, das würde ich gerne / nein das möchte ich nicht ... -
darauf hatte ich gehofft.
Dass es von Euch so tiefgehende Gedanken hier in meinem Blog gibt, das beeindruckt mich sehr! 


Mein Vorhaben, möglichst alle Kommentare zu beantworten, hat mich dieses Mal ganz schön ans Arbeiten gebracht ;-)
Ernste Kommentare erfordern schließlich eine ernsthafte Antwort.
Und jeder Kommentar hat Anlass zu neuem Nachdenken gegeben.


So sind wir hier über Krankheit und "in die Zukunft blicken" im Sterbeprozess und beim Tod angekommen.
Das ist ein weites Feld und ein unerschöpfliches Thema.


Fragen, Gefühle, Ansichten - alles dies gehört dazu.
Der Austausch darüber würde vermutlich für ein Buch ausreichen :-)


Darum lasse ich dieses Posting noch ein, zwei Tage hier stehen, bevor etwas Neues kommt.
Vielleicht gibt es ja noch den ein oder anderen ergänzenden Kommentar dazu.


Schon jetzt möchte ich mich noch einmal ganz herzlich für Eure Beiträge bedanken.
Sie sind für mich - und vielleicht auch für die übrigen LeserInnen - eine Bereicherung :-)
 

Nickname 29.10.2010, 12.19| (10/10) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken, Gedichte, Sprüche | Tags: Nachdenkliches, Menschliches, Berichte, Sprüche&Weisheiten, Krebs, Gedankenbilder,

dankbar sein





 






"Schon wieder ist ein Jahr vergangen! Wo ist nur die Zeit geblieben?
 Was ich alles verpasst habe in diesem Jahr!
Es war so ein anstrengendes, belastendes und oft sehr trauriges Lebensjahr.
 Ich möchte es gedanklich abhaken und hoffe darauf, dass im kommenden Jahr alles besser wird!"


So könnte es sich anhören - das Resumée meines nun vergangenen Lebensjahres.


Und doch:
für mich ist es keine Zeit, die schon wieder vorbei ist, keine Zeit von der ich denke:
jetzt bist du schon wieder 1 Jahr älter!!!

Ich denke nicht mit Schrecken ans Älterwerden, sondern ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, dass ich wieder einen Geburtstag erleben darf, dass ich tatsächlich älter werde :-)

Jedes neue Lebensjahr ist ein Geschenk für mich und ich nehme es dankbar entgegen.
Selbst wenn das vergangene Jahr ein schwieriges war - ich bin froh,
dass ich es überhaupt erleben durfte.

Seit nunmehr 13 Jahren sind alle Geburtstage etwas ganz Besonderes
 für mich - nicht nur die "Runden".

Selbst wenn ich es in der Hektik des Alltags oft nicht schaffe, mehr auf mich selbst zu achten - ich genieße das Leben und nehme seine kleinen, fast unscheinbaren Glücksmomente ganz bewusst und viel intensiver wahr als früher.

Mein Geburtstag ist in jedem Jahr der Tag,
an dem ich trotz allen Gewusels um meine Person in mich gehe, an dem ich meine Lieben ganz besonders feste in die Arme schließe und an dem ich dankbar bin für meine Familie und Freunde,
die mich in schwerer Zeit immer gestützt und begleitet haben.

Und in diesem Jahr ist es das erste Mal,
dass meine Mutter nicht mehr da ist.
 Ich werde sie sehr vermissen.

An dieser Stelle sage ich auch all denen von Euch herzlichen Dank,
die mir hier im Internet 'über den Weg gelaufen' und zu echten Freunden geworden sind!

 Ihr bereichert mein Leben und tragt dazu bei, dass es bunt, abwechslungsreich und lebenswert ist!


DANKE

    
 

Nickname 24.10.2010, 08.00| (12/12) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedankenbilder | Tags: Nachdenkliches, Herbst, Sprüche&Weisheiten, Krebs, Gedankenbilder,

wieder zurück ...

 

sind wir seit einigen Tagen.

Unseren zweiten und somit letzten Urlaub für dieses Jahr haben wir hier verbracht.

Empfangen von trüb-grauem Wetter fürchteten wir, dass uns der Herbst-Urlaub keine bunten Farben, sondern nur Schmuddelwetter präsentieren würde.
Auch am ersten, richtigen Urlaubstag war das Wetter wie im November: grau  in grau!

Unser Abendspaziergang in Bamberg bescherte mir dann aber ein sehr  stimmungsvolles Foto.
Von einer Fußgängerbrücke aus hat man diesen tollen Blick auf das  Alte Bamberger Rathaus.









Und dieses wunderschöne Gebäude ist nicht das einzige Highlight in dieser kleinen Stadt.
Die gesamte Bamberger Altstadt sowie noch ein wenig drumherum ist UNESCO-Weltkulturerbe.
Und dies voll und ganz zu Recht - wie wir meinen.

Alle Sehenswürdigkeiten aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen.
Wen es interessiert, der sollte sich wirklich einmal die Infos ansehen und sich informieren - Bamberg ist eine Reise wert!


Und für alle Biertrinker /-liebhaber:

die gesamte Gegend um Bamberg ist absolutes Bierland.
Es gibt ca 800 Brauereien - und jede hat ihren eigenen Ausschank.
Es gibt sogar einen "Bier-Wanderweg", der die Wanderer von einer Brauerei in die nächste führt.
Wie das allerdings endet, wissen wir nicht - wir haben das lieber nicht ausprobiert

Festgestellt haben wir, dass das Bier in dieser Region von (fast) jedem getrunken wird. Egal, ob alt oder jung - jeder hatte einen gläsernen Bierkrug vor sich stehen.

Es gibt grundsätzlich nur Halbliter-Krüge - und diese Menge kostete überall nur 2 Euro.

Aber auch Weintrinker kommen dort voll auf ihre Kosten!

Und wenn es jetzt so aussieht, als wären wir nur von einer Brauerei / Weinstube in die nächste gestolpert:

falsch

Wir sind erheblich mehr gewandert als geplant, hatten ab dem 2. Urlaubstag nur noch knallblauen Himmel, Sonne und fast sommerliche Temperaturen.

Und Herbstfarben habe ich auch noch mit der Kamera erwischt. Davon gibt es ein oder zwei Fotos in den nächsten Tagen - vielleicht auch mit Gedicht.

Aufgetankt - und morgen ist wieder Arbeitsbeginn.
Die Erholung hält hoffentlich noch eine Weile an



Nickname 19.10.2010, 21.29| (10/10) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: dies und das | Tags: Berichte, Urlaub ,

Nachbars Gemüse




 





Kulturhauptstadt 2010



Unsere ganze Region ist Kulturhauptstadt - und am Sonntag, d. 18. Juli 2010, verwandelten sich
60 Kilometer der A 40 in eine autofreie Zone.

Schade, dass ich zu der Zeit noch keinen Blog hatte. Ich komme jetzt noch ins Schwärmen wenn ich daran denke, was für ein tolles Erlebnis das war!
60 Kilometer Autobahn - autofrei und mit Leben jeglicher Art gefüllt ... und Fotomotive ohne Ende!

**********

Da wir gerade Erntedank hatten, möchte ich Euch mein Gemüse-Foto zeigen.
Gesehen haben wir dieses Kunstwerk auf einem "ich-weiß-nicht-wie-viele-Meter-langen-Tisch" unserer holländischen Nachbarn.

In weiser Voraussicht hatten die Niederländer neben diesen "geschmackvoll" dekorierten Tischen Leitern aufgestellt, damit die Fotografier-Wütigen auch eine gute Perspektive hatten

Wir haben vor diesen Tischen gestanden und kräftig schlucken müssen - uns ist das Wasser im Mund zusammengelaufen - das sah alles so knackefrisch und appetitlich aus.
Bedienen durfte man sich natürlich nicht - es wäre ja auch schade um das Arrangement gewesen.

Letztendlich machte das aber nicht wirklich was ... die Hauptsache für mich war:
ich habe Fotos im Kasten


PS.: nein, wir haben wirklich nichts stibitzt ...


Nickname 13.10.2010, 13.05| (7/7) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bilder | Tags: Früchte, Feste ,

Erntedank




 





Mit süßen Reben konnte ich leider nicht dienen - sie wurden durch
 diesen schönen Hokkaido-Kürbis ersetzt :-)



Nickname 03.10.2010, 08.17| (10/10) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedankenbilder | Tags: Früchte, Herbst, Gedichte,

gelesen ...



Die Ehrfurcht vor dem Essen


ist im Überfluss verloren gegangen.





Zitat aus einem Artikel der heutigen 'Rheinischen Post' zum bevorstehenden
Erntedank - Fest.



Nickname 02.10.2010, 10.55| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: dies und das | Tags: Gedanken, Feste,