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Oh, wie schön ist denn Lorsch.Wir waren mal k
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Breisach kenne ich nicht. Die Gegend soll seh
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Wunderschön sind die Pfingstrosen.Wenn wir ei
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Lorsch ist ein wunderschönes Städtchen, wir f
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An Maikäfer kann ich mich auch noch erinnern.
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Wir waren im letzten Jahr im Keukenhof, eine
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Edith, welch ein schönes Exemplar.Danke für d
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Im ersten Moment dachte ich Du wärst im Keuke
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Rügen, Reisebericht 3 - Prora 2



Nun doch mit etwas Verzögerung erscheint Teil 2 über Prora.

Hier zu sehen ist einer der fertigen Abschnitte der Komplettsanierung.
Die Balkone sind zur Ostsee ausgerichtet und ich meine, die Anlage sieht
in renoviertem Zustand richtig gut aus:






In einer Unterhaltung mit Einheimischen war ich der Meinung, dass man einen Teil
der Anlage so belassen sollte, wie sie seit Jahrzehnten dort steht.
Damit bin ich auf keine Gegenliebe gestoßen. Einen Trakt im Ur-Zustand zu belassen
würde doch heißen, den Nazis ein Denkmal zu setzen.

Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen, denn Fotos können
nicht vermitteln, wie groß und hässlich dieser Koloss war, der den
Menschen "Kraft durch Freude" bringen sollte.
Ich würde solch einen ursprünglichen Restbestand nicht als Nazi-Denkmal ansehen,
sondern als Teil der Geschichte und als ein Zeugnis für den Größenwahn der Nazis.


Zum Glück gibt es aber neben allen Neuerungen auch ein Museum, in welchem
 Prora- wie auch DDR-Geschichte vermittelt wird:






Auf einem Mauerrest führt ein Tor ins Nichts:







Ein Graffito der schöneren Art: Sonne und Meer






Ein Graffito hat mich sehr geärgert, darum habe ich es auch nicht fotografiert.
Es lautet:
"Tourists are terrorists"

Ich frage mich, ob die Sprayer mal darüber nachgedacht haben,
dass Rügen von Touristen lebt?
Und dass die vermutlich einheimischen "Schreiber" nach der Wende wohl auch
irgendwo als Touristen unterwegs sind?

Sicher hat das alles zwei Seiten - aber ist das nicht immer und überall so?!

------------


Dieser trockene Baum vor der Mauer, dahinter die See -
das hat mir gut gefallen:







... und der Blick durch die Dünen sowieso:







Alle, die es wissen, dürfen mich jetzt mal belehren:

ich habe immer von "Seeblick" gesprochen, weil die Ostsee eben Ost"see" heißt
Von Einheimischen haben wir "See" wie auch "Meer" gehört.

Was, bitteschön, ist denn jetzt richtig?


Nickname 18.08.2016, 11.51

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Kommentare zu diesem Beitrag

4. von Gerti Kurth

Ich kenne Prora auch. Im Verhältnis zu meinem damaligen Besuch sieht der Klotz heute viel besser aus. Damals war es ein Riesengraublock. Hässlich.
Was den Ausdruck "Meer oder See" angeht, so sagen die Holländer auch zum Meer See und zum See sagen sie Meer. Interessant, nicht wahr?

vom 18.11.2016, 15.49
Antwort von Nickname:

Diese hässlichen, grauen Klötze fand ich damals sehr deprimierend. Dass sich jetzt aber nur gutbetuchte Menschen dort niederlassen können, gefällt mir auch nicht wirklich. Das zieht vermutlich auch Investoren an und das Heimische verschwindet nach und nach.
3. von Agnes

Danke für diesen zweiten Teil von Prora.

Der Meinung der Einheimischen, dass mit dem Erhalt eines Teils der Bauten im Urstand den Nazis ein Denkmal gesetzt würde, kann ich mich nicht anschließen.

Dann müßten viele Gebäude entfernt werden, u. a. sollten dann auch die Konzentrationslager des Deutschen Reichs schnellstens dem Erdboden gleich machen.
Für uns ist ein KZ sicher kein Denkmal aber es gibt auch Menschen die anders denken, und die sehen in einem KZ unter Umständen auch nicht das in den Gedenkstätten, was darin gesehen werden sollte.
Und Prora wäre für mich auch kein Denkmal für die Nazis.

Aber zurück zum neuen Prora, viel Ähnlichkeit haben die renovierten Gebäude ja nicht mehr mit dem ursprünglichen häßlichen Gebäudekloß, und durch die Balkone hat es eigentlich nichts mehr mit dem ursprünglichen Baustil zu tun.

Ich bin sehr gespalten was richtig ist, aber das schrieb ich ja beim letzten Beitrag schon.

vom 30.08.2016, 22.25
Antwort von Nickname:

Ich bin auch zwiespältig, Agnes.
Im Hinblick auf die Optik ist das neue Prora natürlich sehr viel schöner als diese hässlichen, alten Klötze dort.
Allerdings fördert der Umbau zu Eigentumswohnungen (zur FeWo-Vermietung?) auch den Massentourismus auf dieser ursprünglich so natürlichen Insel.
Dies ist aber wohl überall zu beobachten, wo es schön ist und die Urlauber hinzieht.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wieviel Luxus ich als Tourist eigentlich brauche?!
Wir selber sind mit unserem normalen Wohnstandard zufrieden - auch im Urlaub.
Andere brauchen da vielleicht mehr ...?
2. von elfi s.

Dein Bericht, liebe Edith, ist sehr informativ. Vor einigen Jahren haben wir uns dieses Objekt angesehen, als man noch nicht recht wusste, was damit geschehen soll. Man ist ergriffen, überwältigt und sprachlos zugleich. Ich fand das Ausmaß dieses Objektes teilweise erdrückend. Irgendwie hatte ich Gänsehaut. Alles abzureißen gestaltet sich wohl ziemlich schwierig, wie man an den Ruinen sehen kann. Diese sollten ja gesprengt werden. Das Vorhaben hat man aber schnell aufgegeben.
Ich finde auch, man sollte etwas Sinnvolles daraus machen. Wohnen möchte ich da allerdings auch nicht, obwohl die Lage einzigartig ist und wie du schon sagst, sehen die restaurierten Häuser ganz nett aus.
Deine beiden letzten Fotos sind aber wirklich schöne Ostseefotos.
Was nun richtig ist, ob See- oder Meerblick kann ich auch nicht sagen. Ich würde beides akzeptieren.
LG Elfi

vom 28.08.2016, 22.10
Antwort von Nickname:

Diese Anlage haben wir einige Jahre nach der Wende angesehen und empfanden sie auch als sehr bedrückend.
Wir würden uns da auch keine Wohnung kaufen - mal abgesehen vom Preis. Ich würde mich da nicht wohlfühlen.
LG an Dich.
1. von Zitante Christa

Das ist wieder ein interessanter Reisebericht, liebe Edith.

Zum Thema "Tourists are terrorists" fällt mir ein, daß diese Insel ja ein sehr empfindliches Ökosystem hat, das von vielen Besuchern mißachtet wird. Möglicherweise ist das die Aussage hinter dem Graffiti?

Ich weiß, daß auch Klaus Ender sehr für das Belassen der Natur auf der Insel kämpft, das schließt sicherlich auch die weitere Bebauung von Küstenlandschaften ein. Dazu gehört sicherlich auch Prora, denn einige möchten die Wohnungen eben auch nur als Feriendomizil, eventuell sogar nicht nur zur Eigennutzung, sondern auch zur Vermietung anbieten...

Was Deine Frage zu Ostsee oder Ostmeer anbetrifft: Für mich ist die Ostsee ein Meer, das (zufälligerweise?) See heißt...

Liebe Grüße,
Christa


vom 25.08.2016, 19.50
Antwort von Nickname:

Aufgrund Deines Kommentares überlege ich gerade, ob das eine Katze ist, die sich in den Schwanz beißt?
Die Touristen kommen, die Politiker bzw. Gemeinden wollen alle ein Stück des Kuchens (Teil des Geldes) abhaben, es wird gebaut, mehr gebaut, abgeholzt, die Natur stellenweise verschandelt.
Je mehr gebaut wird, desto mehr Käufer werden angezogen - usw. usw.

Danke für die Einschätzung zu See/Meer.
Da es sich nicht um einen Binnensee handelt, ist es sicher ein Meer.
Mir fällt gerade noch ein, dass der Begriff "See" im Zusammenhang mit dem Meer ja auch vom englischen "sea" abgeleitet sein könnte?
Liebe Grüße an Dich!